Newcomer Szene

Switch to desktop Register Login

Interviews

Interviews (7)

Montag, 16 April 2012 21:09

Miriam Spranger im Faninterview

Freigegeben in Interviews geschrieben von
Warum ein Faninterview?

Mir war es wichtig, auch mal auf Fragen einzugehen, die von Leuten kommen, die meine Musik kennen. Deswegen habe ich vorher eine kleine Umfrage gemacht, in der meine Fans ihr Fragen stellen konnten, und ich habe mir dann die interessantesten herausgepickt. So konnte ich sehen, was wirklich interessiert, fernab von journalistischen Standardfragen. Auf geht‘s!

Wann gibt es ein neues Album?

Das kann ich noch gar nicht sagen. Es gibt zwar das eine oder andere Lied, von dem ich jetzt schon weiß, dass es auf dem nächsten Album seinen Platz finden wird, aber die Zeit ist einfach noch nicht ran. Ich habe im Moment nicht das Gefühl eines machen zu müssen oder auch zu wollen. Es muss sich zu dem Zeitpunkt einfach richtig anfühlen, dann ist die Zeit auch reif. Vielleicht werde ich es nächstes Jahr in Angriff nehmen... wer weiß... aber Material wird ja auch ohne das konkrete Vorhaben gesammelt.

In welche Richtung entwickelst du dich musikalisch? Solo? Gastmusiker?

Das ist eine sehr gute Frage :-) Ich glaube ich probiere (mich) im Moment aus. Denn nur meine Musik so zu machen wie man sie kennt, reicht manchmal nicht aus um meine Kreativität voll rauszulassen. Es ist ja nicht so, dass ich selbst zum Beispiel nur deutsche Musik mag oder nur akustische Sachen, sondern singe ich auch gern mal was englisches, interpretiere sehr gern oder höre auch gern mal was lautes oder verzerrte Gitarren. Und das ist ja alles auf einmal und allein eigentlich nicht umsetzbar und das ist auch nicht schlimm aber deswegen bin ich sehr froh, wenn ich jemanden finde, und sei es nur mal für ein Video oder ein Lied, mit dem ich etwas zusammen machen kann. So kriegt man neue Ideen und kommt auch mal leichter aus dem eigenen Muster raus. Das heißt aber überhaupt nicht, dass ich meine eigene Musik nicht gern mache, im Gegenteil. Gerade was Liveauftritte angeht, bin ich derzeit sehr bestrebt weiterzukommen und das funktioniert auch im Moment wirklich gut.

Für welche Musikrichtungen bist du offen?

Man sollte besser fragen, wofür ich nicht offen bin :-) Womit ich nicht viel anfangen kann ist zum Beispiel Metal und alle möglichen Abspaltungen. Gegen Soul beispielsweise habe ich nichts, nur bezweifle ich, dass ich dafür geeignet bin. Ich mag zwar selbst keinen Schlager, würde aber auch mal welchen singen, weil ich denke, dass ich das ganz gut hinkriegen würde. Bei iTunes werde ich schließlich auch als solcher gelistet, da sollte das ja kein Problem sein :-) Mit Country hatte ich ja nun eine ganze Weile zu tun, deswegen stehe ich dem auch ganz positiv gegenüber. Ich habe auch eine kleine HipHop-Ader, was ja vor kurzem einen kleinen Aufschrei bei meinen Fans hervorgerufen hat. Was ich aber nicht mag, ist dieses Gangster-Rapper- Getue, Goldkettchen, halb nackte Tussen usw. Auf „normalen“ Rock stehe ich auch nicht so, das sollte dann schon etwas alternativer sein. Aber es ist auch immer sehr schwer ein Genre richtig zu definieren. Ich mag es, wenn es groovt und wenn ich es mag, würde ich es selbst auch zumindest mal probieren. Um da jetzt einfach mal ein paar Künstler oder Bands zu nennen, damit ihr euch darunter etwas vorstellen könnt: Annett Louisan, Katie Melua, Tim Bendzko, Fort Minor, Eminem, The Kooks, KT Tunstall... das sind jetzt nur die, die mir auf Anhieb einfallen.

Denkst du, dass es gute bzw. schlechte Musik gibt?

Das ist auf jeden Fall ein sehr interessanter Punkt, aber ich glaube auch sehr schwer zu beantworten. Vielleicht findet man das auch am besten in einer Diskussion heraus, ich weiß es nicht, aber solang man sagen kann, dass es sich um Musik handelt, würde ich persönlich wohl nicht von gut oder schlecht sprechen. Ich würde es in Melodie und Text unterteilen und dann nach Anspruch ordnen. Ich kann ja etwas gut finden und es gefällt mir trotzdem nicht. Leider gibt es immer wieder Leute, die etwas scheiße finden, nur weil es nicht deren Geschmack ist. Oft ist es ja auch so, dass man sagt, dass dieses oder jenes Lied klasse produziert ist, aber der Text? Billig. Deswegen würde ich mir aber nicht anmaßen zu sagen, dass es schlecht ist. Aber um all das beurteilen zu können müsste man sicher erst mal herausfinden wo etwas noch Musik ist und wo vielleicht der Schwachsinn anfängt. Ist ein Klingelton zum Beispiel Musik im eigentlichen Sinn? Und wenn ja, wie steht das im Verhältnis zu klassischer Musik von Mozart & Co.? Das ist ein weites Feld...

Was hat es mit deiner Mütze auf sich?

Nun ja, es ist nicht so, dass ich mich irgendwann hingesetzt habe und mir überlegt habe, welches Utensil ich für mich wählen könnte, das mir als Markenzeichen dient. Ich habe seit meinen ersten Bühnenerfahrungen fast immer eine Mütze auf. Das hat zum einen den Grund, dass ich Mützen einfach mag, außerdem habe ich ein auch Mützengesicht. Warum ich das aber beibehalten habe liegt auch daran, dass es bestimmte Stereotypen gibt, die man im Kopf hat wenn man „Singer/Songwriterin“, „Mädchen mit Gitarre“ oder ähnliches hört. Ich sehe mich selbst nicht so und möchte auch nicht von anderen so gesehen werden. Ich stehe weder mit Rock auf der Bühne, noch singe ich nur auf englisch oder nur leise Töne. Ich bin nicht das, was man von einer Frau mit Akustikgitarre im ersten Moment erwarten würde. Ich bin lieber von Zeit zu Zeit auch mal frech und um all das zu unterstreichen, nutze ich die Mütze. Außerdem hat sie den netten Nebeneffekt mir während des Spielens meine Haare vom Gesicht fern zu halten :-)

Was macht dir an deiner Musik am meisten Spaß?

Hm... ich glaube, dass ich wirklich einfach tun kann, was ICH möchte. Ich muss mich nicht mit jemandem absprechen oder mich nach jemandem richten, wenn ich es nicht will. Ich kann mir andere Meinungen einholen und mich trotzdem dagegen entscheiden. Also alles in allem würde ich es mal als Unabhängigkeit bezeichnen. Und wenn ich einfach mal keine Lust mehr habe, dann lasse ich eben alles liegen bis es mich wieder packt. Wenn ich irgend etwas gesehen oder gehört habe probiere ich es einfach aus. Ich habe zwar meinen eigenen Stil, den die Leute auch als solchen wahrnehmen, wenn man ihn vielleicht auch nicht bezeichnen kann, aber wenn ich mal was anderes probieren will, nimmt es mir keiner übel. Ich denke das liegt aber auch mit daran, dass mich viele aus dem Internet kennen und meinen Werdegang einfach verfolgen und damit quasi schon gewohnt sind, dass ich auch mal was anderes mache, oder zumindest nicht geschockt. Es ist auch schön, dass ich mir einfach die Leute aussuchen kann, mit denen ich mal zusammen arbeiten möchte, wie zum Beispiel jetzt gerade mit Jamin, einem Kölner LOVEstepper. Ich muss mir nur mit mir selbst einig werden und das ist ganz praktisch, denn wenn ich nicht will will ich nicht.

Wie kamst du überhaupt zur Musik?

Ich habe, seit ich mich erinnern kann, gesungen, es war aber nie so, dass ich schon als Teenager gesagt habe „Wenn ich mal „groß“ bin, will ich Popstar werden!“. Dazu hätte ich damals eh zu viel Schiss gehabt. Dass ich wohl ganz gut singen konnte, hat sich schon abgezeichnet im Musikunterricht aber das war es dann auch schon. Mit dem Gitarrespielen habe ich angefangen, nachdem mich zu einem Konzert in der Schule zwei Mädels so begeistert hatten, dass ich das unbedingt auch wollte. Als ich das dann zumindest etwas konnte, kam eine Freundin auf mich zu, die Schlagzeug spielte, dann kam auf einmal noch eine, die Keyboard spielte und noch eine mit Gitarre und so ist meine erste Band (Punktlandung) entstanden. Das ist einfach so passiert, würde ich sagen :-) Ich habe ein paar eigene Lieder geschrieben, von denen wir dann auch fast alle gespielt haben, aber das war im Verhältnis natürlich nur ein Bruchteil am Anfang. Wir haben sogar ein Album aufgenommen nur mit eigenen Songs, von denen auch einige nicht von mir waren. Ich habe natürlich immer mehr Lieder geschrieben und irgendwann waren es so viele, dass ich anfing ein eigenes Album daraus zu machen. Dann kam der Punkt, an dem ich keine Zeit und Nerven mehr hatte mich auf alles gleichermaßen zu konzentrieren, also entschied ich mich die Band zu verlassen. So hatte ich mehr Zeit mich auf mich zu konzentrieren. Und jetzt bin ich hier. Es war nie so geplant, aber vielleicht ist manchmal gerade das der Knackpunkt. Ich mache einfach.

Was steht bald an: 07. Mai 2012 Die neue Single „Wir drehen die Welt“ zusammen mit Jamin Weitere Infos unter: www.miriamspranger.de | www.facebook.com/miriamspranger
Montag, 02 April 2012 15:18

KORSAKOW im Interview

Freigegeben in Interviews geschrieben von
Nach der Show von KORSAKOW hatte Jensen das Vergnügen, mit den Jungs ein Interview zu führen.

Hier findet ihr den Artikel über KORSAKOW

Newcomerszene: Wie war der Gig für Dich/Euch?

Dirk: Toll!!! Wir hatten im Voraus zwar ein wenig Bedenken wegen der Fortuna Szenerie, aber das hat sich relativiert da wir auf unseren letzen Gig in Düsseldorf den ein oder anderen Kölner Fan auch dabei hatten. Wir sehen die ganze Köln- Düsseldorf Sache eh mit einem Augenzwinkern. Im Ganzen also ein wunderbarer Gig.

Newcomerszene: Also sind für Euch Kölner Bühnen auch spielbar?

Dirk: Ja absolut! Wir machen ja schon ewig Musik, aber heute Abend hier in Köln ist es schon sehr speziell. Hier mit Massendefekt spielen zu können ist schon ganz groß für uns. Hat Spaß gemacht!

Newcomerszene: Wer schreibt die Texte bei Euch?

Dirk: Das mach ich. Das geht alles auf meine Kappe. Beispielsweise bei „Aa, Pipi, Kotzikotzi“ lag es daran das man sich dachte, dass man ja eh alles im Internet bestellen kann, und so hab ich mir das zusammengereimt und alles in dem Text verpackt. Oder auch bei dem Song “Diät“. Da schaut man sich selber an und denkt sich „ich muss ein wenig drauf achten nicht dicker zu werden“. Alltagsprobleme auf den musikalischen Punkt gebracht. (Anmerkung der Redaktion: “Der Dirk ist gar nicht dick.“)

Newcomerszene: Habt Ihr eigentlich ein Management hinter Euch?

Dirk: Nein, das machen wir alles selber. Wir freuen uns auch immer, wenn wir spielen dürfen, weil wir auch das Glück haben, dass wir zu solchen tollen Gigs eingeladen werden. Wie hier heute Abend als Support von Massendefekt. Eigentlich haben wir uns mal vorgenommen, „nur“ eine Kneipenband zu werden. Aber jetzt sind wir darüber hinaus, was sehr geil ist. Wir haben beispielsweise 50.000 Klicks von unserem Video „Ohne Uns“. Wir schauen einfach mal, was auf uns zu kommt, aber ein Management wird es bestimmt nicht geben, es sei denn, die würden uns so unterstützen, dass wir unsere Jobs nicht mehr machen müssten. Alle Bandmitglieder haben auch Familie im Backround.

Newcomerszene: Ihr macht das also nicht hauptberuflich?

Dirk: Nein. Wir investieren zwar sehr viel Zeit und machen alles selber, aber es wird auch immer mehr; was natürlich gut ist. Durch viele Anfragen und Kooperationen von anderen Bands haben wir nebenbei ne Menge zutun. Wir warten einfach mal ab, falls es schlimmer wird, werden wir bestimmt dann mal nach Hilfe schreien, aber im Augenblick ist es überschaubar.

Newcomerszene: Wo ist der nächste Gig?

Dirk: Der wird wahrscheinlich bei der Fortuna Düsseldorf sein. Wir wurden angefragt, haben auch schon zugesagt, aber die Sachen sind noch in der Vorbereitung. Ihr bekommt definitiv darüber bescheid!

Newcomerszene: Für 2012 ist ein Album geplant?

Dirk: Ja es ist geplant, aber wir haben noch keinen festen Termin. Andy (Bass): Wir sind gerade im Songwriting. Wir stellen die Songs gerade auch zusammen. Ein bis zwei neue Songs sind auch in der Mache. Ideen sind genug da, wir müssen diese nur noch umsetzen. Auf die Platte kommen auch zwei oder drei ganz alte Nummern von uns. Diese werden dann noch mal neu aufgenommen und verfeinert. Ein paar Songs haben wir ganz am Anfang, als wir uns gegründet haben, geschrieben. Das sind Songs, die wir definitiv gut finden und die auch das Recht haben, auf die Platte zu kommen.

Newcomerszene: Wie viele Songs werden es?

Andy: Vermutlich werden es 12 oder 13 Songs sein. Wir wollen ein Repertoire von 15 oder 16 Songs aufnehmen und dann daraus die besten Stücke auf die Platte bringen. Den Rest nehmen wir dann evtl. für einen „Sampler“ oder auch ein oder zwei Songs zum kostenlosen download für unsere Fans. Mal schauen.

Newcomerszene: Anderes Thema. Habt Ihr auch mal ein wenig „Knatsch“ in der Band?

Andy: Lacht nur.
Dirk: NEIN! JA! NEIN! Ach das lässt sich gar nicht vermeiden. Wir sind alle auch Väter und jeder hat auch ein anderes Gefühl für sich, was Stress bedeutet. Von daher ist das auch relativ. Das Ding ist das wir, wie schon gesagt, Familie haben. Und da kann es manchmal vorkommen, dass es Termine gibt, die sich nicht so leicht vereinbaren lassen. Das ist aber halb so wild, weil wir dann auch in solchen Situationen auf den gleichen Nenner kommen. Im Großen und Ganzen lässt sich so was nicht vermeiden, aber wir haben uns trotzdem lieb. Und das alles mit einem Augenzwinkern.

Newcomerszene: Wir kommen zur schnellen Fragerunde, kurz, knapp und Zack! Fortuna gegen St. Pauli? Euer Tipp?

Dirk: 3:1 für uns.
Andy: 2:1 für uns.

Newcomerszene: Ärzte oder Hosen?

Dirk: Ärzte. (Anmerkung der Redaktion: Ääähm*…Wir sind nicht sicher ob der Dirk das ernstgemeint hat, dass lassen wir so stehen.)
Andy: Hosen.

Newcomerszene: Dirk! Andy! Wir danken für das nette Interview und für die tolle Show! Macht weiter so!

Dirk: Wir haben zu danken!!>
Andy: Danke auch!!

Fazit:

„KORSAKOW“ ist eine Band, die es versteht, Ihr Ding in allen Bereichen selber zu machen, daran Spaß haben und sich keineswegs in die Irre führen lassen. Sie setzen Ihre Prioritäten in die Sachen, die sie lieben. In die Musik und Ihre Familien. Ihre Leidenschaft bestätigen die Jungs auf den Bühnen, die sie rocken, ganz gleich ob in Köln oder sonst wo in Deutschland. Es ist definitiv ein absolutes MUSS, sich die 4 Jungs aus Düsseldorf mal anzuschauen und sie live zu erleben. Und ganz ehrlich, an einem Abend 3 absolut gute Bands für unschlagbare € 11,70 im Kölner Underground gesehen zu haben, ist ohne weiteres nicht zu schlagen.
Freitag, 16 März 2012 15:49

Kopf.Krieger bringen ''Worte aus Gold''...!

Freigegeben in Interviews geschrieben von
Zwei Rapper. AL-pha & Basse. Kopf.Krieger als Lebensaufgabe.

Das man im Genre -Rap- auch Niveauvoll und Respektvoll mit seinem Umfeld kommunizieren kann, ohne Worte zu gebrauchen die abstoßend und fern von Sozialinkompetenten Bereichen sind, zeigen uns die beiden Burschen in ihrer neuesten Produktion: ''Königsmanier''. Gepflegte Wortwahl niveauvoll transportiert die klar macht, dass sie den Rap eindeutig neu definieren wollen. Wir haben die beiden zu einem Interview getroffen und konnten so einiges aus ihrem Hinterstübchen entlocken.

Hey Ihr beiden, ersteinmal schön, dass Ihr euch die Zeit genommen habt für ein Interview bereitzustehen. Wie gehts euch und was ,,treibt'' euch derzeit?

AL-pha: Hallo, mir geht ganz gut, etwas ,,Platt''. Derzeit ist es echt Hart. Ich hab mich noch nie so krass in eine Arbeit geworfen wie es das Album erfordert. Das schlaucht schon ganz schön, ich weiß aber zu meinen, wo Erfolg werden soll muss ,,geknübbelt'' werden. (lacht)

Basse: Hi, ich finde es in gewisser Weise echt mühsam, dass jede Nacht 4:00 Uhr zu Ende ist, weil es, wie Al-pha schon sagte schlaucht. Aber die Mühe ist es Wert, weil man wieder sieht, dass Mühe und harte Arbeit sich auszahlen, auch wenn die Augen noch so rot und die Köpfe noch so voll sind. Schliesslich wollen wir auch etwas erreichen und was noch wichtiger ist: Wir gaben den Fans den Termin zum Realese des Albums und daran halten wir uns selbstverständlich auch und mit diesem Gefühl geht es mir blendend.

Perfekter Einstieg. AL-pha du redest von dem Album, was erwartet uns? ''Worte aus Gold'' klingt schon einmal sehr Interessant und auch das Cover was ich gesehen habe macht ,,Apettit''. Erzähl...!

AL-pha: Ohhh, jetzt muss ich aufpassen was ich wieder mal erzähle. (grinst) Naja was soll es werden? Ein Album in dem Themen behandelt werden die einfach jeden ansprechen. Das Leben wird aus einer anderen Perspektive betrachet. Es geht um die bedürfnisse jedes einzelnen Menschen. Jeder hat mit sich selber zu schaffen und versucht sein ,,Arsch'' in dieser Gesellschafft an die Wand zu bekommen. Ducken oder Mucken!? Ich denk es wird, so glaub ich, das erste mal in diesem Genre ein Album geben, welches eben ohne Fekalsprache und ,,niederzeilern'' daher kommt.

Da sind eben Lieder dabei die Tiefgründig sind, die Seele sprechen lassen. Lieder über DEIN Leben! Du findest dich eben 100% wieder und kannst das Album mit gutem gewissen, spannungsgemäß wie eine Biographie über die Menschen erwarten und dir zu gemüte führen. Es ist ein neues Kapitel in diesem Genre! 16//05//2012 - Punkt!

Klingt sehr gut und ich kann es kaum erwarten. Wer hat denn die Texte geschrieben und wer Produziert eigentlich eure Lieder?

AL-pha: (lacht) Das freut mich. Die Frage mit den Texten ist sehr gut. Ich schreibe schon immer in meinen Liedern jeden Text selbst. Ich steh nicht da drauf wenn einer meine Texte schreibt, wozu ich im endeffekt keinen Bezug habe und was ich nicht selber aus meiner Synaptischen Welt herrausgezogen habe. Es wäre nicht mehr Real. Anders sieht es aus wenn ich einem Künstler den Platz auf einem Track einräume also ein Feature mache. Dann werden natürlich die Parts geteilt und jeder schreibt seine Lines, aber auch immer so das sie den ,,roten Faden'' behalten. Die Hook, den Refrain schreibe ich auch in einem Feature sehr gern selbst. Wobei bei dem Lied ,,Kopf.Krieger'', Basse die Hook gestellt hat. Produzieren und Arrangieren der Tracks ist meine Arbeit und das behalte ich auch so bei. Ich lass mir nicht reingreifen, das ist mein Ding, das muss jeder Respektieren und Aktzeptieren. Das war schon immer so und wird auch die nächsten 10 Jahre so bleiben, ich mein, gegen mitarbeit und tipps habe ich nichts aber wenn einer meint, das muss so und so gemacht werden, kann er gehen.

Basse: Das Album "Worte aus Gold" trägt seinen Titel zurecht, denn die Wortwahl ist in ALLEN Tracks des Albums durchdacht. Ich gehe im privaten Leben auf Menschen zu, spreche sie direkt an und schaffte es schon so vielen die Augen zu öffnen und sie auf diese Weise zu erreichen und das versuche ich natürlich auch in der Musik. Alle Texte brauchen ihre Zeit um zu entstehen, aber um so mehr haben die Zuhörer davon und sie können intensiv nachdenken, weil nicht nur Gefühl und Herz in diesem Album stecken, sondern auch die hohe Kunst des Intellektualismus. Ich schreibe je nach Laune, manchmal schreibe ich auch an mehreren Texten gleichzeitig und manchmal füge ich 2 angefangene Texte fragmentarisch zusammen und schaffe ein ganzes Werk daraus. Und wer mir jetzt aufmerksam gefolgt ist, weiß, dass auch ich meine Texte selbstverständlicher Weise selber schreibe. (lacht)

Mich fasziniert mit welcher Energie ihr beide ran geht. Eure Facebook-Seiten laufen ziemlich gut was ja eben von zeigendem Erfolg krönt, auch die Youtube-,,Klicks'' sprechen für Euch. Wie steht Ihr eigentlich zu ,,Negativ-Stimmen''?

AL-pha: Ja es läuft sehr gut. Die Resonanz, von dem was wir mitbekommen, ist wirklich unglaublich. Wir haben nicht gedacht, dass wir so gut vorran kommen. Klar, wir stehen jetzt nicht auf und sagen: ,,Wir haben's geschafft'', Nein - das wäre nicht Richtig. Wir sind trotzdem ganz normal, preisen uns nicht hoch und stehen auch weiterhin auf der selben Stufe wie Du oder der Rest der Menschheit. (grinst) Nur eben mit dem Unterschied, dass wir Musik machen und das so gut es geht Professionell. So, und zu den ,,Negativ-Stimmen'' oder wie du das nennst, ich nenn es Neider, sie gehen mir am Po vorbei. Das zeigt mir nur eines: Ich mache ALLES richtig! Wer mit Erfolg des anderen nicht klarkommt, beweißt wie Charakterlos und Egoistisch eingestellt er ist. Wenn Konstruktive Kritik kommen würde mit der ich Arbeiten kann dann ist das angemessen, aber solange Negative Floskeln auftreten ohne irgendwelche sachlichen Argumentationen prallt das direkt ab. Sie verfehlen Ihr Ziel und landen beim Absender doppelt und dreifach - mit Gewissheit.

Basse: Ich kann mich auch nicht beschweren. Wir wollen uns auch nicht mit irgendwelchen anderen Leuten bzw. Künstlern vergleichen. Wir sind einfach wir und machen UNSER Ding, völlig egal was, oder wer kommt. Wir haben unsere eigenen Quallitäten und kennen unsere Gesichter, die wir nicht verlieren werden und brauchen daher auch nicht großartig über andere Leute zu reden, denn sie reden genug über uns und das reicht völlig aus (grinst).

Wir versuchen auf Professionalität zu achten, weil es leider nur wenige Leute gibt, die nicht mit den Ohren, sondern mit dem Herz hören. Ich meine: Hey! Hier geht es immerhin um Musik und sobald ich ein geiles Lied höre, bekomme ich Gänsehaut und drück repeat! Zu den "Negativ-Stimmen" will ich mich gar nicht erst großartig äußern, weil früher oder später so wie so der Neid gekommen wäre und in unserem, gerade Al-pha's Fall kam er früher. Selten, aber Realität (schmunzelt). Und was die Energie betrifft, mit welcher wir hier ran geht, muss ich mich wiederholen: Es geht um Musik.

Wie sieht die Planung für 2012 eigentlich aus? Habt Ihr Konzerte? Videodrehs und Fotoshooting?

AL-pha: 2012 ist bereits Stress pur. Familie, Freunde und die Musik sind natürlich auf einer Stufe doch schwer zu bewerkstelligen. Jeder will den selben Anteil haben wie der andere. Ich versuch eben das ausgleichend zu behandeln. Konzerte sind demnach für 2012 nur für das Release der ''Worte aus Gold'' Scheibe gedacht. Derzeit sind es 6 Stück + 3 Festivals auf denen wir Agieren und auf die wir uns sehr freuen. Was Videodrehs und Fotoshootings angeht, das behalten wir uns mal noch vor, wir sagen nicht zu viel. (lacht laut)

Basse: Ja, man versucht es jedem Recht zu machen, was nur im schwersten Falle klappt. Du kannst nunmal nicht an mehreren Orten gleichzeitig sein und demzufolge auch leider nicht für alles und Jeden gleichzeig da sein und bereit stehen. Stehst du für eine Seite, fühl die andere sich benachteiligt, ohne dass du das überhaupt willst, doch jeder muss durch grobe Zeiten und deswegen sag ich mir: Momentan hab ich wenig Zeit, aber diese Zeit, in der ich die Zeit habe, kommt noch. Aber alles zu seiner Zeit (lacht). Al-pha sagte gerade, dass wir uns Shootings und Videodrehs erstmal für uns behalten und auch ich halte mich an meine Schweigepflicht (grinst).

Sehr selbstbewusst! Das Album kommt nun am 16//05//2012 und heißt ''Worte aus Gold''. Die Fans dürfen gespannt sein. Ich für meinen Teil bedanke mich für das kleine doch nette Interview und freue mich auf ein erneutes Treffen. Danke Jungs!

Mehr Infos zu AL-pha und Basse
Mittwoch, 25 Januar 2012 13:32

Lilou im Interview - neue Produktion

Freigegeben in Interviews geschrieben von
Stell dich mal bitte in zwei Sätzen vor:
Ich bin Lilou, 18-jährige Singer-Songwriterin aus der Ecke Mannheim. Seit 2009 bin ich mit zunehmend eigenen Songs unterwegs und seit diesem Jahr oft live im Duo oder Trio mit verschiedenen Gastmusikern zu hören. 

Was für Musik spielst du und über was handeln deine Texte ? 
Mir kommt es nicht auf die genaue Stilbezeichnung an, da die Übergänge fließend sind und jeder Künstler von verschiedenen Richtungen beeinflusst wird. Singer-Songwriter mit Akustikpop-Elementen trifft es momentan wohl ganz gut. Insgesamt sind meine Songs eher ruhig gehalten, teilweise auch etwas melancholisch. In den Texten befasse ich mich mit den typischen Sachen wie Liebe und Freundschaft, aber auch gesellschaftskritischen Themen. Meine Songs sind größtenteils autobiografisch – es kommt also immer darauf an, was mich gerade beschäftigt.

Wo probst du/nimmst du deine Lieder auf ?
Proben ist mit der kleinen Besetzung und der niedrig gehaltenen Lautstärke recht unkompliziert…das geht auch zu Hause ;)
Meine Songs nehme ich bei Timebird Studios auf.

Warum spielst du solo und nicht als Band ?
Als Solokünstler erreicht man auf Konzerten eine andere, viel intimere Atmosphäre. Langfristig möchte ich die Songs jedoch schon mit Band umsetzen, sobald die endgültige Livebesetzung gefunden ist. Der Wohnzimmercharakter soll dabei aber erhalten bleiben.

Du hast schon einiges an Konzerten gespielt - Was hast du dazu gelernt ?
Ich habe live eine Menge gelernt. Zum Beispiel mit der Nervosität umzugehen bzw. diese in Grenzen zu halten, die Interaktion mit dem Publikum, das Spiel mit meiner Stimme, und und und… vor allem aber auch: auf der Bühne präsent zu sein und positives Feedback ohne Scheu entgegenzunehmen.

Wie bist du auf die Idee gekommen deine eigene Musik zu machen ?
Eigene Musik zu machen war nie Teil eines (nicht vorhandenen) Businessplans. Ich war schon von früh auf sehr musikalisch und musikinteressiert und dann hat sich das irgendwann mit den eigenen Songs nach und nach so ergeben und ich habe gemerkt, dass die Bühne mein Zuhause ist und ich genau das machen möchte.

Wie veröffentlichst du deine CDs ?
Meine erste professionelle CD wird im Winter 2011/12 erscheinen und wird sowohl auf Konzerten als auch auf verschiedenen Websites online zu erwerben sein.

Wer sind deine Vorbilder ?
Vorbilder im klassischen Sinne habe ich eigentlich nicht. Ich bewundere jedoch diverse authentische Songwriter, deren jahrelange kontinuierliche Arbeit nun Früchte trägt (z.B. Clueso).

Kannst du von der Musik leben ?
Nein, bisher reichen die Einnahmen dafür leider nicht aus. Ich kann allerdings auch nur begrenzt Zeit investieren, da ich im Frühjahr 2012 Abi schreibe.

Was war deine erste gekaufte Platte / besuchtes Konzert und zuletzt gekaufte Platte / zuletzt besuchtes Konzert ?
Ojeh, an die erste Platte kann ich mich nicht mehr erinnern. Mein erster Konzertbesuch war 2006 bei *geht in Deckung* Tokio Hotel. Das letzte Konzert, das ich besuchen wollte, war von 30 Seconds to Mars. Jedoch kann man das nur bedingt als Konzertbesuch zählen, da ich schon vor der ersten Vorband mit Bänderriss ins Krankenhaus gebracht wurde…

Auf welcher Sprache singt du und warum ?
Ich singe auf Deutsch, weil unsere Sprache sehr schön sein kann, wenn man mit ihr umzugehen weiß. Außerdem fühlt es sich für mich nicht richtig an, in einer Sprache zu singen, die ich nicht fehler- und akzentfrei beherrsche, nur um eine größere Zielgruppe anzusprechen (oder gar um mich selbst dahinter zu verstecken und die Aufmerksamkeit vom Text wegzulenken). Ich lege großen Wert auf ausdrucksstarke Texte, habe aber auch schon mehrmals die Erfahrung gemacht, dass man nicht zwangsläufig verstanden werden muss, um Gefühle zu transportieren und die Leute zu berühren. Ich sehe es also nicht als Hindernis, auf Deutsch zu singen.

Um was geht es im Song 6000 Meilen ?
Der Song 6000 Meilen ist 2010 während eines Sprachurlaubes in Kanada entstanden. In dem Song geht es um eine hoffnungslose Beziehung zweier Menschen, die aus verschiedenen Teilen der Erde stammen und dessen Wege sich kurzzeitig dort in der Großstadt kreuzen. Die Erzählerin im Song beschreibt gemeinsame Erlebnisse und stellt sich die Frage, ob er sich, weit entfernt in seiner "eigenen Welt", wohl an ihren Namen erinnert, da sie ihn nicht vergessen kann.

Was erhofft du dir noch von 2011 ?
Ich hoffe, dass die Studioaufnahmen zu meiner ersten EP gut verlaufen und dass ich durch das entsprechende Crowdfunding-Projekt (www.startnext.de/lilouep) viel Unterstützung bekomme und damit einen großen Teil der anfallenden Kosten decken kann, da es mir alleine leider nicht möglich ist, die CD komplett zu finanzieren.

Wo bist du Live zu sehen ?
Dieses Jahr ist wegen der CD Produktion nicht mehr so viel geplant, aber es kommen eventuell noch Termine dazu (zu sehen unter http://liloumusik.wordpress.com)
17.09.11 – Kupferdächle, Pforzheim (solo)
28.09.11 - Café Art, Walldorf (Duo mit Piano)
13.11.11 – Nelson, Mannheim (Kurzauftritt)
22.10.11 - Slobos,Bensheim

Du hast einige Band/Künstler Wettbewerbe gewonnen - Warum haben sich die Leute für dich entschieden ? Wie kam es zu den Wettbewerben ?
Die Entscheidungen wurden hauptsächlich von kompetenten Jurys getroffen. Es war zwar auch immer (begeistertes) Publikum vor Ort, aber ich persönlich finde es angenehmer, wenn die Zuschauer relativ neutral und aufgeschlossen sind und nicht die Band gewinnt, die im Reisebus die meisten Fans mitschleppt. Da ich von den meisten Konzepten nicht überzeugt bin und solche Konkurrenzveranstaltungen gerne meide, sind die Wettbewerbe bei mir eher Einzelfälle. Ich bin eher für Freundschaften und Teamgeist unter den Künstlern – damit lässt sich mehr erreichen!

Was war dein peinlichstes Erlebnis als Musiker ?
Kleine Missgeschicke passieren hin und wieder, aber wirklich peinlich war mir noch nichts.

Warum sollten die Leute gerade deine Platte kaufen ?
Weil ich sehr viel Zeit und Herzensblut in meine Musik investiere und man jedem Song anhört, dass er nicht kommerzielles Gedudel ist, sondern eine besondere Geschichte erzählt.

Und warum sollten Leute dich Live erleben ?
Wer meine Musik mag, sollte live vorbeischauen, weil die Stimmung auf einem Konzert mit anderen Menschen zusammen intensiver und mitreißender ist als zu Hause im Wohnzimmer.

Schnellfragerunde :
CD, Schallplatte oder MP3 ? CD
Jury Preis oder Fanpreis ? irgendwas dazwischen
Musikfernsehen oder Radio ? Musikfernsehen (sofern tatsächlich Musik gesendet wird)
Castingband oder Schülerband ? Schülerband
Was war zuerst Ei oder Henne ? Ohje…
Open Air oder Halle ? beides schön, wenn das Publikum wegen der Musik da ist
Nikolaus oder Weinachtsmann ? Christkind
Vervollständige den Satz :
Mein größter Traum ist .... von und mit der Musik glücklich leben zu können.
Musik ist ... meine große Liebe.
Mit einer Million Euro ... würde ich gut klarkommen.
Wenn ich mit der Musik aufhören müsste ... müsste ich wohl noch mal anfangen.
Deine Mudda ... isst Melonenjoghurt mit ganzen Früchten. 

Das Interview wurde im Auftrag von topnewcomer.de von unserem Partner RockBlog Germany durchgeführt und veröffentlicht.
Mittwoch, 25 Januar 2012 13:26

Das Interview mit Sebastian Block

Freigegeben in Interviews geschrieben von
1. Jetzt mal ehrlich: Wenn Du dich wirklich und ernsthaft entscheiden könntest, was würdest Du wählen: ewigen Weltfrieden oder ewig jung und schön sein? Weltfrieden! Habe mir das ehrlich gesagt auch noch nie vorgestellt „forever young..“. Frieden würde ich wählen, auch wenn das wohl utopischer ist als für immer jung und schön. 

2. Wann hast du bemerkt, dass Musik das ist , was Dich erfüllt? /Erfüllt es Dich? Ich würde es sagen es treibt mich, wie eine Sucht. Andere haben angefangen Autos zu tunen, oder mit Bällen auf Tore zu schießen. Meine Zeit habe ich seit dem ersten selbst gespielten Gitarrenakkord nur noch hinter Mikrofonen und in schmutzigen Proberäumen verbracht. Das war mit 15 Jahren. 

3. Ist Deine erste Kindheitserinnerung schmerzhaft oder schön? Ich hatte eine wirklich schöne Kindheit. Mein Eltern hatten das Glück relativ günstig ein Haus direkt am Waldrand zu erwerben als ich grad 2 Jahre alt wurde. Dort war viel Raum für Fantasie.

4. Denkst du eher: Ich hab keine Angst vorm Tod oder eher: Ich bin echt genervt vom Tod und genervt davon, dass ich mal abtreten muss. Ich habe eine ständige Angst vor dem Tod. Denke viel zu oft über Schlaganfälle, Herzstillstand und schlimme Krankheiten nach. Ich bin wirklich nicht gut umgegangen mit mir, zudem gab es viel Todesfälle im Freundeskreis seit meiner Jugend. Das ließ mich oft schon nachts erwachen und mündete in Panikattacken.In der letzte Zeit jedoch hab ich das einigermaßen im Griff. 

5. Denkst Du überhaupt an den Tod? Na klar. Woran auch immer man dann denkt. Ich denke an das was bleibt und glaube irgendwie nicht, das noch was kommt. Ich wüsste jedenfalls nicht wieso. Vielleicht damit es einfacher wird sich damit abzufinden. Na guit.

6. Ist man automatisch narzisstisch veranlagt, wenn man im in der Öffentlichkeit präsent ist, bzw. den Applaus des Publikums braucht? Es gibt sicher Menschen, die es nur aus diesen Gründen machen, um in der Öffentlichkeit zu stehen und irgendwas darzustellen. Ich hab schon als Kind auf Geburtstagsfeiern immer kleine Vorführungen gemacht, relativ spontan. Mal Zauberei, Breakdance, oder kleine Sketche, später wollte ich Schauspieler werden. Der Applaus war mir anscheinend immer wichtig. Ich habe ehrlich gesagt nie wirklich darüber nachgedacht und hab es auch nicht vor. Das passiert wohl einfach und dann ist es so.

7. Wenn man seine Gefühle und seine Einstellung zum Leben steuern könnte, wärst Du lieber empathisch aber dafür verletzlich - oder abgeklärt und unempfänglich für schmerzhafte Erfahrungen?Oh man. Wenn man seine eigenen Gefühle steuern könnte? Darüber will ich lieber nicht nachdenken. Ich lass mal alles so wie es ist. Passt schon!

8. Gehörst Du eher zu den Leuten die voller Inbrunst sagen (auch auf die Gefahr hin, dass es leicht unrealistisch ist): Ich bereue nichts! oder fällt es Dir leicht zu sagen: Das und das hätte ich gern anders gemacht. Klar gibt es viele Sachen die ich anders machen würde im nachhinein, aber ich lerne aus Fehlern. Die ganze Zeit. Jeden Tag und ich mache ziemlich viele Fehler und ebenso viel lerne ich daraus. Das gefällt mir auch viel besser und trotzdem kann ich nicht sagen das ich irgendwas bereue. Unrealistisch?!

9. Wenn ja: was wäre das, oder was würdest Du ( das )überhaupt offen zugeben? Fehler ist vielleicht nicht immer das richtige Wort, ich hatte oft eine andere Sicht auf die Dinge und da ich kein Mensch bin, der sich an erster Stelle sieht, waren mir Freundschaften bzw. das Wohlergehen anderer wichtiger als meine eigene Karriere. Es gibt ohne Zweifel Menschen denen sowas nicht in den Sinn kommt, aber ich Stelle mich gern hinten an. Das ist vielleicht ein Problem im Musikgeschäft, aber für mich der einzige Weg gut schlafen zu können. 

10. Wann wusstest Du, dass du beruflich den für Dich richtigen Weg eingeschlagen hast? Wie macht sich so was bemerkbar, bzw. weißt Du es überhaupt oder zweifelst Du noch manchmal und hast den Wunsch mal was komplett anderes zu machen? Mein erlernter Beruf ist ja eigentlich Bühnenmaler. Malen ist jetzt eher mein Hobby, es entspannt mich und die Musik hat einen anderen Platz eingenommen. Ich mach das aus Leidenschaft. Was anderes kann ich mir nicht vorstellen. Vielleicht gibt es ja so einen Punkt an dem man sagt, ab hier gibt es kein Zurück mehr. Den hab ich auf jeden Fall überschritten.

10. Kannst Du mit Geld umgehen? Ich bin mittlerweile viel Sparsamer geworden. Der Tod meine Oma, die immer meinte ich sollte sparsamer sein hat da einiges umgeworfen. Jedoch ist mir Geld nie so wichtig gewesen. Wenn ich mehr hab, lade ich gern ein. Irgendwie ist der Moment wichtiger. Wer weiß schon was die Zukunft bringt, jedoch bin ich sicher das ich darüber irgendwann anders denke. 

11. Wenn Du eine Zeitmaschine hättest: Was wäre spannender: in die Vergangenheit zu reisen oder in die Zukunft und warum? Ich fühle mich eigentlich ziemlich wohl da wo ich jetzt bin. Es sei denn die Zeitmaschine wäre ein DeLorean .

12. Welche bislang ungestellte Frage in einem Interview hast Du Dir immer schon erträumt, weil Du da richtig viel zu sagen hättest?Warum machst du Musik? haha

13. Gibt es jemanden, den du wirklich bewunderst? (privat und/oder beruflich) Meine Eltern, meine Freundin und Menschen die ihr Leben völlig uneigennützig einer guten Sache widmen.

14. Kannst Du von Dir behaupten, Du weißt was Du kannst? Ich glaube wohl mehr an das was ich mache als an mich selbst, jedoch kann ich noch lange nicht genug.

15. Mit wem würdest Du mal gerne eine spontane Jam-Session spielen? Ein Jamsession macht eigentlich immer Spass, wenn ich mir jetzt jemand besonderen aussuchen würde, wäre ich viel zu nervös. Im Grunde immer und mit jedem.

16. Denkst Du , ein zufriedener Mensch zu sein? Ja und nein. Das schwankt bei mir Tag für Tag.

17. Würdest Du beispielsweise bei der RTL-Chartshow auftreten, oder gibt es da noch so ne Art Kodex zwischen Musikern, welche Shows „genehm“ sind (Zimmer Frei, Tracks, …Bauerfeind) und welche nicht? Anscheinend gibt es einen Kodex, der wird nie ausgesprochen, steht aber immer im Raum und wird nach Jahren meist von den intensivsten Vertretern gebrochen. Deswegen bin ich da mal ganz aufgeschlossen, auch wenn ich mir das grad nicht vorstellen kann.

18. Ist es nervig sich rechtfertigen zu müssen, wenn man am Start zum Erfolg ist, und manche Leute sich mokieren, dass man den Underground-Sektor verlässt, oder kann man da schnell mal drüber stehen (zumal ja auch jeder Mensch seine Miete bezahlen muss…)? Das kann ich nicht beantworten, da ich diesen Punkt noch nicht erreicht hab, aber ich denke man sollte vielleicht doch auch mal an sich denken. Deutschland ist ja bekannt dafür, das jeder gern in den Garten des Nachbarn schaut. Das mag ich überhaupt micht, auch wenn ich mich gelegentlich selbst dabei ertappe.

19. Rein textlich: bei Bob Dylan zum Beispiel: in seinem (und bytheway meinem absoluten Lieblingsong Hurrican) ist nahezu jede Textzeile anders und wiederholt sich selten. Träumt man von dem ultimativen Song/Text/Arrangement? Vielleicht ist es ja das, was einen Musiker / Texter antreibt. Genau definieren kann man das sicher nicht, aber einen Song zu schreiben, der einfach von der Hand geht, ohne viel überlegt zu haben ist schon das größte und passiert relativ selten und wenn, dann hat man so ein Gefühl von Eingebung. Das musste wohl so sein und das stelle ich einfach nicht in Frage. Wenn man dann einen Song hat, in dem sich jeder auf seine eigene Weise wiederfindet, jeder seine eigen Bilder rein interpretiert hat man wohl was wirklich tolles, einzigartiges geschaffen. Vielleicht geht es darum.

20. Wenn Du die Wahl treffen müssten, was wäre Dir wichtiger: richtig viel Geld zu verdienen, oder Musik zu machen bis du nicht mehr kannst? Ich würde wohl immer den Mittelweg wählen und hoffe einfach das es ausreicht, schließlich hab ich ja eine Familie, die wollen ja auch was von mir haben.
Mittwoch, 25 Januar 2012 13:22

Die Band wie ein Präsendent - das Interview

Freigegeben in Interviews geschrieben von
Aus der schönen Stadt am “Deutschen Eck”, dem Zufluss von Rhein und Mosel, kommen Jimmy Carter. Und nein, sie sind kein US-Präsident. Die vier Jungs sind eine dieser großartigen deutschen Bands, die wissen, was sie wollen. Seit März 2011 gibt’s die Band. 

Tristan (Gesang), Christof (Gitarre), Jan (Bass) und Benedikt (Schlagzeug) aus dem Westerwald haben das gewisse Etwas. Clevere Texte und ausgefeilte Musik sorgte nicht nur bei zwei Support-Terminen von der „Paradiso“-Hitband EMMA6 für gute Stimmung, sondern aktuell auch im Video des Songs „Ich denke“. 

Wir fragten bei den Jungs persönlich nach, was sie noch so vorhaben mit der Musikwelt. Ein ziemlich spannendes Gespräch mit vier Jungs, die die Weltherrschaft an sich reißen könnten, da sie kreativ sind - und EMMA6 ihnen am 20.09.2011 zum dritten Mal die Chance geben, dass sie sie supporten. Bei deren „Tour für dieses Jahr“ am Dienstag (20.09.2011) im FZW in Dortmund sind Jimmy Carter wieder dabei. 

Ihre erste eigene EP gibt’s seit dem 1. September - und die wird natürlich bei den Auftritten fleißig verkauft.

Hier findest du Band bei Facebook

Das Interview: 

Viele Leser kennen euch ja noch nicht. Stellt euch doch mal kurz vor. Tristan: Jimmy Carter sind Tristan, Christof, Benedikt und Jan. Wir machen Deutschen Pop Rock und sind die netten Jungs von nebenan, die zwischen den zu Netten und den ein wenig zu Unnetten wohnen. 

Wieso sollte man sich Jimmy Carter unbedingt anhören? Benedikt:Man sollte Jimmy Carter hören, weil unsere Musik und unsere Texte aus dem Herzen kommen. Alles was wir machen und singen ist uns auch passiert. Das macht die Musik authentisch und jeder kann einen kleinen Teil von sich darin wieder finden. Ach: und live machen wir einfach Spaß 

Euch gibt's als Band noch nicht so lange. Wie kamt ihr auf die Idee, euch ausgerechnet 2011 zu formatieren? Tristan: Ich würde sagen es war einfach an der Zeit, dass wir uns über den Weg liefen. Wir sind alle Musiker, die zu diesem Zeitpunkt auf der Suche nach etwas Neuem waren. Jeder hatte seinen Koffer zu tragen und wir haben fern ab von der Musik in sehr kurzer Zeit viele Sachen erlebt. Die Band entstand an einem Abend mit Christof, seiner Gitarre und zwei Telefonaten.

"Jimmy Carter" ist ein auflergewöhnlicher Name für eine Band, in der es keinen Jimmy oder Carter gibt. Wie kam's dazu? Christof:Irgendwann ist jede Band an dem Punkt, sich einen Namen auszusuchen. Bei uns war es genau anders herum. Ich würde sogar behaupten der Name hat uns ausgesucht. Denn den Namen und unsere Texte gab es schon vor der Band. Ich sag es mal so... alles steht in einem kleinen Buch, wo alle Gedanken und Erlebnisse zusammenkommen... und dort stand der Name schon drin, bevor die Band existierte. Und in dem Augenblick, als wir zu diesem einem Punkt der Namensgebung kamen, fiel dieses besagte Buch auf den Boden und der Name stand auf der aufgeschlagenen Seite. Und somit komm ich zu dem Schluss, dass der Name uns ausgesucht haben muss. 

Euer zweites Konzert habt ihr als Support-Band bei EMMA6 gehabt. Noch so ein Ding der Unmˆglichkeit. Wie habt ihr das denn hinbekommen? Tristan: Dass wir den Support für Emma6 machen durften hat uns sehr gefreut. Das Ganze kam jedoch sehr unerwaret Wir kennen die Emmas schon seit ein paar Jahren und hatten mit anderen Bandformationen schon ein paar Gigs mit ihnen. Tja und dann kam es zu dem Zufall, dass wir uns gerade gegründet hatten, mein Telefon klingelte und Peter dran war. Er fragte mich, ob ich nicht Lust hätte mit einer der Bands die er noch kannte den Support für sie in Köln zu machen. Nachdem ich ihm die neue Band vorgestellt hatte und ihm sagte, dass es uns erst drei Monate gibt waren wir dabei! Jan: Das hat uns wirklich riesig gefreut.

Was dürfen die Käufer von eurer EP erwarten? Christof: Von unserer EP darf man einen schönen Mix aus Freude und Melancholie erwarten. Keine Abgedroschenen ‚Bla-bla-bla, ich liebe dich Songs‘ oder ‚Ui ui, du bist so toll Tracks‘. Tristan: Einfach Musik, die handgemacht ist und aus dem Herzen kommt.

"Des Teufels Champus". Mit welchem Teufel w¸rdet ihr gerne Champus trinken und wer ist der geheime Band-Teufel? Jan: Ich glaube in jedem von uns steckt ein kleiner Bandteufel. Egal, ob es mal heißt über die Stränge zu schlagen oder seinen Kopf durchzusetzen. Allem in allem versucht das jeder von uns ab und an. Aber am Ende ziehen wir doch immer an einem Strang und wenn ich ehrlich bin hat gerade dieser Bandteufel immer dazu geführt, dass wir wieder etwas Neues erreicht haben. Meiner Meinung nach ist der Bandteufel bei uns nichts Schlechtes, sondern bringt uns immer nach vorne.

Was ist euer persönlicher Soundtrack für den Sommer (oder für den Tourbus)? Benedikt: Ich würde sagen der Soundtrack der Band ist das aktuelle Album von Biffy Clyro. Ein wunderbar gelungenes Album. Es ist zwar vom letzten Jahr, aber richtig entdeckt wurde es bei uns erst im März 2011. Mit unserer Gründung verbinde ich zum Beispiel „Mountains“ oder „Many of Horror“ von ihm.

Wer hört bei euch welche Musik? Tristan: Biffy Clyro, Bloc Party, Emma6, Schrottgrenze, Bakkushan, Ben Folds, City and Colour, Darwin Deez, Eagles of Deth Metal, Queens oft the stone age, Envy on the Coast, Foo Fighters, Herrenmagazin, Frittenbude, IAMX, Jeff Buckley, Jona:S, Jupiter Jones, Philipp Poisel, Razorlight, Robert Francis, The Police … und ich könnte die Liste bis in alle Ewigkeit weiter führen :-DChristof: Anregungen holen wir uns von fast allen deutschsprachigen Künstlern was die Texte angeht. Zum Beispiel Schrottgrenze, Herrenmagazin, Jupiter Jones, Philipp Poisel usw. Der Rest ist ein wilder Mix aus allem, was uns so durch die Finger geht. Angefangen bei Jeff Buckley und aufgehört bei den Foo Fighters.
Mittwoch, 25 Januar 2012 00:25

Interview mit der Band ENVINYA

Freigegeben in Interviews geschrieben von
interview1
Metal1.info:
 Hy Thomas hy Enrico, vielen Dank, dass Ihr Euch die Zeit für dieses Interview nehmt. Wie gehts so? 

Enrico Jung: Uns geht’s super und wir freuen uns, Euch ein bisschen was über Envinya erzählen zu können. 

M1: Die meisten unserer Leser kennen Euch sicher nicht, stelle Euch doch mal kurz vor! 

Thomas Knauer: Ok, also ganz kurz: Wir sind eine sechsköpfige Band aus Bayern, die zwar die heutzutage typische Sängerin-Restmusikerkonstellation à la Nightwish und Konsorten hat, sich aber definitiv nicht danach anhört. Bei uns stehen die Gitarren im Vordergrund und wir verbinden Härte mit Melodie. Typischer guter Metal eben. 

EJ: Wir versuchen unsere Gefühle in der Musik auszudrücken und Leute damit zu begeistern.

M1: Musikalisch sehe ich Euch in etwa im symphonischen Metalbereich; wo seht Ihr Euch und was haltet Ihr generell von Schubladendenken? 

TK: Den eigenen Stil zu beschreiben ist für uns nicht ganz einfach. Wir hatten diesbezüglich schon die eine oder andere heiße Diskussion in der Band. Letztendlich haben wir uns auf „harten, melodiösen Metal“ geeinigt. Das Schubladendenken ist schon in Ordnung, weil die Leute, die eine Band nicht kennen einfach Vergleichsmöglichkeiten suchen. So ist der Mensch nun mal gestrickt. Allerdings darf man dann die Schublade nicht einfach zumachen. Über Schubladen kann man sicher ewig streiten, letztendlich zählt für mich aber die eigene, persönliche Einschätzung und da sollte man jeden für sich selber entscheiden lassen. 

EJ: Dem kann ich mich nur anschließen. Vor allem finde ich wichtig, das man nicht nur auf eine „Schublade“ fixiert ist, sondern auch mal schaut, was es sonst noch gibt.

M1: Wie seid Ihr retrospektivisch mit "Beyond The Dark" zufrieden, wohl vom Songwriting als auch vom Sound? 

TK: Vom Songwriting her sind wir alle soweit zufrieden, wobei wir unser volles Potenzial natürlich noch nicht vollends ausgeschöpft haben, weil wir uns ja auch immer weiterentwickeln. Songs wie Beyond the Dark und auch Forlorn sind aber wirklich gute Stücke geworden und man kann die CD sowieso nur als Momentaufnahme nehmen und somit sind wir durchaus zufrieden mit dem Ergebnis. Soundtechnisch gilt das gleiche. Allerdings klingen wir dadurch nicht nach den typischen „Metal mit Frauengesang – Bands“ sondern härter, was durchaus beabsichtigt war. Bei den vielen unterschiedlichen Instrumenten, die alle mal eine tragende Rolle spielen, ist ein klarer Sound Pflicht und auch das haben wir soweit ganz gut hinbekommen. 

EJ: Wie heißt es so schön? Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Wenn wir uns die Scheibe heute anhören, kommen schon ein paar Ideen, was man noch hätte anders machen könnte, aber wie Thomas schon sagte, das ist ein ganz normaler Entwicklungsprozess. 

M1: Ich denke, Eure Musik kommt besonders gut auf der Bühne. Wie aktiv seid Ihr in diesem Bereich? 

TK: Wir haben natürlich schon einige Auftritte hinter uns und ja, Du hast Recht, Live kommt unser Sound wirklich gut rüber, was wir aus den Publikumsreaktionen erkennen können. Zur Zeit sind wir auf der Suche nach einer guten Bookingagentur bzw. laufen schon einige Gespräche diesbezüglich. Sonst spielen wir immer mal wieder einige Konzerte, das nächste am 30ten Oktober in Kempten.

M1: Ich vermute mal, dass Ihr als Band mit Netzwerken wie MySpace groß geworden seid. Was ist Eure Einstellung zu derartigen Medien und zum Internet ganz allgemein? 

TK: Nun, es macht es für eine Band leichter, präsent zu sein und man kann vieles in Eigenregie machen, wofür man früher einen externen Anbieter gebraucht hat. Allerdings hat sich eines nicht geändert. Die Leute müssen immer noch wissen, dass es dich gibt. Und bei der Fülle an guten Bands, die sich im Internet tummeln, kann es schwer für die Fans werden, dich zu finden. 

EJ: Ein wichtiges Medium, um mit den Fans in Kontakt zu bleiben und Leute zu Konzerten einzuladen ist das Internet auf jeden Fall. Allerdings ist die Mundprophaganda auch nicht zu unterschätzen. Was mich ein wenig beängstigt ist, das es mittlerweile viele Menschen gibt, die scheinbar nur noch im Internet leben und ihre sozialen Kontakte außerhalb des www verlieren. 

M1: Dient die EP als Vorgeschmack auf ein ganzes Album? 

TK: Wir werden 2011 ein Album herausbringen, und dabei unsere Messlatte noch ein Stückchen nach oben heben um sie dann zu überspringen. Wir sind der Meinung, dass sich Qualität langfristig immer noch durchsetzten wird und dementsprechend handeln wir. 

M1: Ist der Spagat zwischen eingängigen Songs wie "Faceless" und eher langsam zündenden wie "Swallow" beabsichtigt? 

TK: Interessanterweise sind wir selber ein wenig von der unterschiedlichen Wirkung unserer einzelnen Songs überrascht, aber wir werden in diese Richtung weiterarbeiten. Ich halte es für wichtig, dass sowohl eingängige Songs und Songs, die etwas öfters gehört werden wollen ehe sie zünden, auf einer CD zu finden sind. Dadurch entsteht mehr Abwechslung und Tiefe. Im Popbereich wäre diese Einstellung wohl tödlich, aber wen interessiert schon der seichte, nichts sagende Pop? Wir haben hier im Metalbereich die besten Fans und Musikliebhaber, die es gibt und wir genießen es doch, immer mehr Feinheiten eines einzelnen Songs zu entdecken. Es gibt Songs zum sofort abrocken, Songs, die ich mir genüsslich unter dem Kopfhörer anhören kann und Songs, die mich emotional ansprechen etc. Da wir ja selber alle auch Metalfans sind, wollen wir soviel wie möglich davon abdecken. 

M1: Wie groß ist Euer Traum von Plattenverträgen, Touren durch große Hallen, Groupies (!)? 

TK: Touren durch große Hallen, die auch voll sind, ist schon ein großer Wunsch von uns. Was gibt es schöneres, als gute Musik mit einem Haufen cooler Leute zu teilen? Plattenverträge sind auch nicht zu verachten, aber nur, wenn man als Band nicht über den Tisch gezogen wird, was durchaus öfters vorkommt. Vor allem, wenn man sich bei den Verträgen nicht auskennt. Schnell hat man dann alle Rechte an seinen eigenen Songs für sehr lange Zeit abgegeben und meistens ist der Gegenwert dafür nicht ganz klar. Die Frage zu den Groupies sollte nur unser Bandsingle beantworten. Das sage ich jetzt aus reinem Selbstschutz 

EJ: Ich kann für mich nicht sagen, das der Traum vom Plattenvetrag das größte ist. Da finde ich das touren durch große Hallen schon interessanter. Unsere Musik ist für Menschen gemacht und wenn eine große Menge vor einer Bühne steht, kommt ein ganz besonderes Feeling auf. Jeder Konzertbesucher kennt das. Würde die Band ein Privatkonzert für eine Person geben, würde diese niemals so in Euphorie geraten, als in einer großen Menge.Ein Plattenvertrag bedeutet erst mal noch nichts, außer das man sagen kann, das man einen hat. Wenn man sich auf einen guten Deal einigen kann und die Plattenfirma einen auch unterstützt ist das eine große Chance. 

M1: Für eine EP habt Ihr Euch ziemlich Mühe gegeben, buntes Booklet, alle Texte usw. Lohnt sich ein solcher Aufwand heute überhaupt noch? 

TK: Ich glaube schon. Wir sind der festen Meinung, dass sich Qualität letztendlich immer durchsetzen wird. Vor allem hier im Metalbereich. Die Fans erkennen einfach, wer es ehrlich meint und sich Mühe gibt. Die Metalfans unterstützen doch ihre Bands wie sonst niemand. Das war schon immer eine der großen Stärken der Metalszene. Und die Leute die uns unterstützen wollen, sollen auch ein echtes Stück Qualität als Gegenleistung bekommen. 

EJ: Wenn nicht heute, wann dann? Im MP3 Zeitalter bekommt man einen Downloadlink. Ohne Booklet ohne alles. Mann kann sich zwar sicher alles herunterladen, aber viele wollen alles komplett im Regal stehen haben, zum anfassen und zum zeigen. Ich finde das diese EP und auch das bald erscheinende Album ein komplettes Kunstwerk sind, nicht nur die Musik allein. Da steckt auch beim Booklet viel liebe zum Detail drin. 

M1: Ich habe mir lange überlegt, ob ich die Frage nach Eurem Bandnamen stellen soll, ENVINYA ist ja nicht alltäglich, andererseits hilft Google einem recht schnell auf die Sprünge. Nun also doch: was heißt ENVINYA und was verbindet Ihr damit? 

TK: Envinya heißt Erneuerung und in diesem Wort steckt viel Positives. Außerdem klingt der Name ziemlich rund. Paßt ganz gut zu uns, denn er beinhaltet auch Bewegung bzw. Aufbruch. Nichts ist tödlicher als Stillstand. 

EJ: Erneuerung/ Neubeginn. Wir mischen die Karten neu, was die Musik angeht. Wir wagen das Experiment eine Metalband mit Sängerin zu sein und trotzdem nicht abgedroschen oder langweilig zu klingen. Wir versuchen die Metaller der harten Schiene und die, die es etwas melodischer mögen gleichermaßen zu begeistern uns nicht festzulegen, das wir dieser oder jener Metal sind. 

M1: Statt dem traditionellen Wortspuiel präsentiere ich Dir einige wirklich brandaktuelle Thesen und wüsste gerne Deine Meinung dazu: Shopping ist die Geißel des Mannes: 

TK: Nun, ich glaube, nicht nur des Mannes allein. Allerdings bin ich so ziemlich immun gegenüber Werbung. Ich bin sogar manchmal regelrecht schockiert, welche Tiefpunkte in Sachen Niveau von Teilen der Werbung erreicht werden können. 

12-jährige Kinder sollten nicht mehr als 15 € Taschengeld bekommen: 
TK: Das kann ich nicht beurteilen. Ich sage aber, dass sich ein Kind, dass länger auf etwas sparen muss, sich dann viel mehr über das Gekaufte freuen kann und es ganz anders wertschätzt, als ein Kind, das sich quasi „alles“ kaufen kann.

Ohne Zivildienst geraten die sozialen Systeme in arge Bedrängnis: 
TK: Stimmt. Das liegt daran, dass die Löhne im sozialen Bereich generell viel zu niedrig sind für die Arbeit, die da geleistet wird. Allerdings werden wir diese Bedrängnis erst selber richtig spüren, wenn wir auf soziale Hilfe oder Pflege angewiesen sind. 

Eine gute Rollwende beim Schwimmen kann als Anmut in Perfektion gelten: 
TK: Solange dabei die Badehose nicht verloren geht mag das so sein… 

Metal1 ist das coolste Magazin des Universums: 
TK: Oh, jetzt heißt es aufpassen ;-) Nein , Spaß beiseite. Ob ihr das Coolste Magazin seid, kann und will ich nicht beurteilen, aber ihr seit sehr wichtig. Einmal für die Fans, als auch für uns als Band. Ihr stellt mit den Kontakt zwischen dem Fan und der Band her und ihr sorgt dafür, dass der Underground immer wieder gute Bands hervorbringen kann. So gesehen seit ihr schon sehr cool und jetzt werde ich a bisserl politisch: das gilt natürlich ebenso für alle anderen ernst gemeinten Magazine im ganzen Metaluniversum. 

M1: Vielen Dank noch einmal für Eure Zeit und die Bereitschaft, das Interview zu beantworten, die letzten Worte gehören Euch! 

TK: Es war mir ein Vergnügen das Interview mit dem wahrscheinlich coolsten Magazin im Universum zu führen. Wer jetzt Lust hat, kann uns unterstützen indem er unserer Musik eine Chance gibt. Das wiederum fände ich sehr cool. Unabhängig davon, Metal ist was er ist, weil es Leute wie euch gibt, die gute Musik lieben. So soll es bleiben. 

EJ: Vielen Dank, das wir die Möglichkeit bekommen haben,uns hier zu präsentieren und etwas Einblick in die Band Envinya zu gewähren. Wir werden weiter rocken und uns hoffentlich auf dem einen oder anderen Konzert sehen. Wer von den Bandmitgliedern persönlich hören will, was sie über Envinya denken sollte sich auf youtube.com Envinya EPK , und natürlich das Video zu Folorn anschauen.

Das Interview wurde uns von der Band zur Verfügung gestellt...

© 2012 by Newcomer Szene | LSFM Networks Int.

Top Desktop version